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Die Stätte von Monte d’Accoddi wurde über einen sehr langen Zeitraum hinweg genutzt, in dem sich die wichtigsten Kulturen, die die Vorgeschichte Sardiniens vom Spätneolithikum bis zur gesamten Kupferzeit prägten, ablösten oder nebeneinander bestanden. Das Areal wurde bereits seit dem Frühneolithikum zumindest sporadisch frequentiert und dann stabiler in den Phasen, die nach den Kulturen von San Ciriaco (4400 v. Chr.) und Ozieri I (4000–3500 v. Chr.) benannt sind, mit der Errichtung des ersten Dorfheiligtums. Das erste Monument, das sogenannte „Rote Tempel“, so genannt, weil es mit rotem Ocker bedeckt war, ist dieser Phase zuzuordnen. Das heute sichtbare Erscheinungsbild entspricht jenem, das das Monument zu Beginn der Kupferzeit in der Phase Ozieri II (3550–2900 v. Chr.) annahm. Die Hütten des Dorfes aus der vollen Kupferzeit (2700–2400 v. Chr.) werden der sogenannten Abealzu-Kultur zugeschrieben, während das Monument offenbar endgültig in der Frühbronzezeit, vor der Entwicklung der nuragischen Zivilisation, aufgegeben wurde.
Die Geschichte des Heiligtums zeigt deutlich die Anstrengung der gesamten Gemeinschaft, die ein originelles Monument mit ausschließlich kultischer Funktion konzipierte, dessen Bedeutung ein weites Gebiet betroffen haben muss.
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Was beobachtest du?
Vor dir erhebt sich der große Menhir von Monte d’Accoddi, ein fast viereinhalb Meter hoher Monolith, der auf seinem ursprünglichen Sockel neben der Rampe des Heiligtums wieder aufgestellt wurde. An seiner Basis fanden Archäologen Gruben mit Knochenresten von Schweinen, die wahrscheinlich mit Mahlzeiten oder rituellen Opferhandlungen in diesem zeremoniellen Raum in Verbindung stehen.





